Ausstellung in der Bremer Weserburg  

Der Klassiker der deutschen Bauhaus-Designgeschichte – die Wilhelm-Wagenfeld-Tischleuchte WA24 – steht im Fokus einer Ausstellung vom 12. März bis 10. Juli 2016 in der Bremer Weserburg. Das Museum für Gegenwartskunst zeigt die Designikone, die heute von Tecnolumen produziert wird, in einem ungewohnten Licht: Auf Anregung des Kunstsammlers und Inhabers von Tecnolumen Walter Schnepel nutzten 25 national und international bekannte Künstlerinnen und Künstler die Leuchte als Grundlage für verschiedene künstlerische Überarbeitungen, Ergänzungen, Verfremdungen, Erweiterungen und Uminterpretationen. So entstand seit 1995, also über einen Zeitraum von 20 Jahren, eine überraschende Vielfalt neuer Werke, die jetzt alle in der Weserburg unter dem Motto „Leuchte! Designikone im Licht der Kunst“ der Öffentlichkeit präsentiert werden.


(Foto: Titelmotiv des Ausstellungskatalogs / Gestaltung: BrücknerAping / Künstler: Susanne Windelen)

„Glaskuppel, zylindrisches Rohr und kreisrunde Fußplatte – der Erfolg der Wilhelm-Wagenfeld-Tischleuchte, weltweit bekannt als Bauhaus-Leuchte, verdankt sich ihrer klaren, aufs Wesentliche reduzierten Formensprache“, erklärt Ingo Clauß, Kurator am Museum Weserburg, der in Kooperation mit der „Maria und Walter Schnepel Kulturstiftung“ die Ausstellung konzipiert hat. „Wie kaum ein anderes Objekt steht sie für den Übergang zum modernen Industriedesign und ist bis heute ein Inbegriff für gute Gestaltung“, schreibt er im Ausstellungs-Katalog.


(Foto: Tecnolumen)

1924 von Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) entworfen, verkörpert sie idealtypisch den von Bauhaus-Gründer Walter Gropius (1883-1969) propagierten Anspruch einer neuen Einheit von Kunst und Technik. Die Form hatte der Funktion zu folgen. Allerdings war die WA24 – anders als ihr Erscheinungsbild vielleicht vermuten lässt – nie ein seriengefertigtes Industrieprodukt, sondern wird nach wie vor aufwendig und weitgehend in handwerklicher Kleinstarbeit hergestellt.
Die 25 nationalen und internationalen Künstler malten die Bauhaus-Leuchte an, stellten sie auf den Kopf, tunkten sie in siedendes Öl, verhüllten und verschmierten sie, kombinierten sie mit außergewöhnlichen Materialien und integrierten sie in Bilder und Installationen. Damit ironisieren, individualisieren und stören sie mit ihren Kunstwerken die vermeintlich serielle Perfektion der WA24. „Die zum Klassiker erstarrte Leuchte wird zu einem Kristallisationspunkt neuer Ideen und Ästhetiken. Erleuchtung garantiert!“, verspricht Kurator Ingo Clauß. Weitere Informationen unter www.tecnolumen.de und www.weserburg.de

 
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