Das Weingut Wasem in Rheinhessen

   
   

Inmitten der größten Deutschen Weinbauregion, Rheinhessen, befindet sich das Weingut Wasem in Ingelheim am Rhein. Seit 1726 betreibt die Familie Wasem in inzwischen der dritten und vierten Generation ihr Gut. Unter dem Motto „Neues Leben in alten Mauern“, ließ die Winzerfamilie die denkmalgeschützten Reste des Zisterzienserinnenklosters Engelthal sanieren. Vom Kloster selbst war nicht mehr viel erhalten, lediglich der an der Edelgasse gelegene Westflügel und ein annähernd rechtwinklig dazu stehender landwirtschaftlich genutzter Bau mit Wirtschaftshof. Diese Gebäude galt es umzubauen und durch einen Erweiterungsbau miteinander zu verbinden. Der an der Nahtstelle entstandene Neubau verbindet die historischen Bestandsbauten wie ein Scharnier.


Die Vinothek wird von Deckeneinbauspots homogen beleuchtet. Recessed ceiling spots ensure the homogenous lighting of the Vinothek.

Während die Erhaltung der denkmalgeschützten Fassaden höchste Priorität hatte, wurde das Scharnier als kubischer Block angelegt. Sein Flachdach und die verwendeten Materialien – allen voran Beton, Stahl und Glas – kontrastieren bewusst mit den flankierenden spätmittelalterlichen Gebäuden und ihren massiven Steinmauern, Kreuz- und Tonnengewölben, Eichenbalkendecken oder Sprengwerk. Monumentale Glasfassaden, in die korrodierter Cortenstahl eingearbeitet ist, machen den Neubau transparent und schaffen eine offene, heitere Atmosphäre.  Genutzt wird er als zentrales Torhaus. Er erschließt sämtliche Ebenen des Ensembles über Treppen und einen Personen- und Lastenaufzug. In den denkmalgeschützten Gebäuden sind eine Vinothek mit Degustationsraum, eine Weinstube, eine Weinscheune mit angeschlossenem Weingarten, Event- und Tagungsräume untergebracht.

Bewahren, Einfügen und Inszenieren

Die Hamburger Leuchtenmanufaktur K.B. Form, wurde mit der Planung und Umsetzung des Lichtkonzepts für die gesamte Anlage beauftragt. Für die Elektroinstallation war die Firma Elektro Grunow zuständig. Im Sommer 2013 wurde mit der Planung begonnen und im Frühjahr 2014 konnte das Weingut seine Besucher in den neu erstrahlenden und in Szene gesetzten Räumlichkeiten empfangen. „Bewahren, Einfügen und Inszenieren“ waren die Stichworte, die bei der Gestaltung des Lichtkonzepts in besonderem Maße berücksichtigt werden sollten. Laut Kay Byok, Gründer und kreativer Kopf von K.B. Form, galt es vor allem den Spagat zwischen alt und neu zu schaffen. Die Beleuchtung sollte ein modernes, aber unaufdringliches Bindeglied zwischen der denkmalgeschützten Bestandssubstanz und den modernisierten Räumlichkeiten bilden. Das Kloster bietet auf einer Fläche von ca. 2.000m² Raum für die unterschiedlichen gastronomischen Angebote. Eine besondere Herausforderung für die Lichtplanung bestand darin, die alte Bausubstanz im Einklang mit den neu gestalteten Gebäudetrakten zu inszenieren.


Über den Tischen bildet ein moderner Kronleuchter aus kubischen Pendelleuchten ein besonderes Highlight. A modern chandelier of cubic pendant luminaires above the tables is the special highlight.

Das Lichtkonzept sollte sich dabei wie ein roter Faden durch die gesamte Anlage ziehen. Dabei wurde eines relativ schnell deutlich: Ein Großteil der benötigen Leuchten muss für die speziellen Lichtanforderungen als Sonderanfertigungen auf Basis der Produkte von K.B. Form entwickelt werden. Dies bedeutete jedoch keinen finanziellen Mehraufwand. Aufgrund der Passgenauigkeit der Leuchten und damit einhergehenden optimalen Ausleuchtung und effizienten Materialeinsatz für die unterschiedlichsten Raum- und Gewölbesituationen, gelang es den Lichtplanern, das vorgegebene Budget komplett einzuhalten. Zum Einsatz kamen neben den zahlreichen Sonderanfertigungen unter anderem LED-Vouten, verschiedene Fassadenstrahler sowie die Tubina Pendeleuchte von K.B. Form.


In der Weinstube sorgen dimm­bare LED-Vouten für ein angenehm warmes Licht, das trotz der großen Deckenreichweite blendfrei ist. Dimmable LED cove luminaires bathe the wine tavern in a pleasantly warm and glare-free light despite the wide expanse of the ceiling.

Der Restaurantbereich mit seinem Kreuzgewölbe barg die Herausforderung, die Decken ambivalent zu beleuchten, ohne gleichzeitig den Boden zu sehr zu erhellen. Zum Einsatz kamen eigens angefertigte Sonderleuchten mit Aluminium-Oberflächen und kubischer Kopfform, die farblich in schlicht mattem Anthrazit gehalten und in Verbindung mit einem Leuchtenkranz an den Säulen befestigt wurden. Ein Teil der verwendeten Leuchten bezieht die Beschallung und Akustik in den beiden Restaurants in die jeweilige Lichtsituation mit ein. Dafür wurden sie mit modernen Lautsprechersystemen verbunden, die sich nahtlos und optisch unauffällig in das Gesamtkonstrukt einfügten. Somit gelang des den Hamburger Leuchtendesignern, Optik und Akustik harmonisch miteinander zu verbinden und eine optimale Raumatmosphäre zu kreieren.

The Wasem Vineyard in Rhinehessen

To bring new light and thus life to the old walls of the listed former Cistercian nunnery of Engelthal – this was the task of the K.B. Form luminaire manufacturers from Hamburg. Their client was the Weingut Julius Wasem & Söhne vineyard from Ingelheim in Rhinehessen. The lighting concept required by the client focussed on the seminar and visitor rooms and, above all, the guests and staff of the two restaurants and the adjacent enoteca shop. The result is a harmonious and consistent lighting concept, which accommodates the requirements of managing the three rooms and sets the scene for the special architecture of their vaults.

 
   
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