Ausgezeichnetes Lichtkonzept am Hamburger U-Bahnhof Hafencity-Universität

   
   

Stählerne Schiffsrümpfe, mächtige Kräne und metallene Container: die Hafenstadt Hamburg bietet im Wechsel der Tages- und der Jahreszeiten ein ganz besonderes changierendes Farbspiel. Diese Atmosphäre aus stahlblauem Wasser gerahmt von einer stetig sich wandelnden Himmelskulisse greift der umgestaltete U-Bahnhof Hafencity-Universität nun in seinem neuen Lichtkonzept auf. Die Lichtplanungsbüros Pfarré Lighting Design und d-lightvision aus München haben für die Haltestelle an der Linie U4 eine Installation entworfen, die je nach Wunsch statisches Licht spendet oder durch dynamische Farbwechsel das Nahen eines Zuges ankündet oder den Wechsel der Tageszeiten nachempfinden kann.


Lichtplanung: Pfarré Lighting Design und d-lightvision, Architekt: Raupach Architekten, Design: Design Stauss Grillmeier

Wie ein Steg im Lichtermeer
Zwölf riesige Leuchtkörper, die mit einer Länge von 6,5 Metern und einer Breite von 2,8 Metern exakt die Maße eines genormten 20-Fußcontainers nachbilden, tauchen den Bahnhof in ein homogenes blendfreies Licht. Über eine RGB-Steuerung lassen sich die Leuchtkörper einzeln oder in Reihe ansteuern, so dass die Beleuchtung je nach gewählter Lichtfarbe eine kräftige Signalwirkung entfaltet oder eine beruhigende Atmosphäre erzeugt. Neben einem dezenten Farbspiel sind starke, monochrome Farbstellungen möglich, die den mit Stahlplatten verkleideten Bahnhof in ein besonderes Licht tauchen: so lässt sich mit einem kräftigen Ultramarinblau tagsüber eine kühle Atmosphäre schaffen, während des Abends ein sattes Orange für warmes Ambiente sorgt. Bei aller Gestaltungsfreiheit hinsichtlich Farbwahl, Farbwechsel und Intervallen wirkt die Lichtinstallation jedoch reduziert und ruhig.


Die zwölf Lichtcontainer werden über eine RGB-Steuerung koordiniert
und können ihre Farbe ändern.


Kein flirrendes Farbenmeer, sondern eine speziell auf die U-Bahnhaltestelle abgestimmte Choreografie lassen die Wartezeit am Bahnsteig zu einem kunstvollen Erlebnis werden. Dazu werden die Eingänge durch indirekt platzierte Leuchtstoff-Lichtbänder erhellt, während im Sperrengeschoss und über den Treppenläufen bündig in die Decke eingelassene Dark-Light-Downlights für Akzente sorgen.


Das neue Lichtkonzept macht aus der Haltestelle Hafencity-Universität mehr als eine bloße Durchgangsstation. Die „Lichtcontainer“ lassen den Bahnsteig in einer ausgefeilten Choreografie erstrahlen.

Von der Lichtinszenierung ausgenommen sind einzig die Bahnsteige. Sie werden mit normalem Weißlicht aus Neonröhren beleuchtet und schweben ruhig wie ein hell ausgeleuchteter Steg im Lichtermeer. Die zurückgenommene Bahnsteigbeleuchtung in Kombination mit den Farbspielen der Deckencontainer ergibt ein stimmiges Konzept, das die Atmosphäre der Hafenstadt gekonnt widerspiegelt. Von der International Association of Lighting Designers (IALD) gab es dafür den renommierten International Lighting Design Award.


Von der Licht- und Farbchoreografie ausgenommen sind die Bahnsteige.

Fotos: Markus Tollhopf


 
   
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